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Der Höhenflug der Outdoor-Branche mit jährlich zweistelligen Wachstumszahlen hält an. In Deutschland hat die von mittelständischen Unternehmen wie Bergans, Deuter, Haglöfs, Invia, Lowa, Mammut oder Vaude geprägte Branche 2011 rund zwei Milliarden Euro umgesetzt, in Europa waren es rund sechs Milliarden. Die Erschließung neuer Käuferschichten und der Trend zum vermehrten Verkauf außerhalb der angestammten Absatzgebiete im Alpenraum lassen jedoch Veränderungen in den Logistikstrukturen der Hersteller sinnvoll erscheinen. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht von besseren Standorten der Zentrallager bis zum Outsourcing der branchenüblich bisher von Herstellern selbst übernommenen Lagerlogistik an spezialisierte Dienstleister. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS in Nürnberg und Fachleuten des unter anderem auf Logistik für die Branchen Fashion, Sport und Lifestyle spezialisierten Dienstleisters LOXXESS erhoben und heute auf der Fachmesse Ispo in München vorgestellt wurde.
Die Studie hat unter anderem mit Hilfe von Experteninterviews mit Geschäftsführern und Logistikleitern der genannten Outdoor-Unternehmen die aktuellen Marktentwicklungen und Logistikstrukturen analysiert. Sie zeigt, dass die Vertriebsstruktur der Branche derzeit fast komplett auf den Einzelhandel ausgerichtet ist. Der Vertrieb läuft zum größten Teil über den stationären Handel, darunter meist über den Sport(fach)handel. Die Branche begründet das mit der Erklärungsbedürftigkeit der Produkte. Es gibt bisher eher zaghafte Versuche, über Flagship-Stores und Distanzhandel die Vertriebskanäle zu erweitern. „Wenn diese Vertriebsformen ausgeweitet werden, sind Veränderungen in den Logistikstrukturen unausweichlich“, erläutert Christina Amberger, die als Mitglied der Geschäftsleitung der Loxxess AG die Studie begleitet hat. „Der Versand an Händler ist von relativ großen Einzelsendungen und wenig Retouren geprägt. Beim Versand an Endverbraucher haben Sie in der Regel kleine Sendungen, aber eine hohe Retourenquote.“ Werden von einem Standort Geschäfts- und Privatkunden bedient, seien somit flexible Kommissionierstrategien, außerdem ein effizientes Retourenmanagement notwendig.
„Schon heute stoßen die von den Herstellern betriebenen Zentrallager in den zwei Saisonspitzen im Frühjahr und im Herbst an ihre Leistungsgrenzen“, berichtet Martin Schwemmer, einer der Autoren von Fraunhofer SCS. „Im übrigen Jahr sind die Lager jedoch unterausgelastet und produzieren daher relativ teuer.“ Spätestens im Zuge von Erweiterung oder Neubau der bestehenden Lager stelle sich daher auch die Frage, ob nicht zentral in Deutschland gelegene Standorte langfristig deutlich besser seien. Bisher lägen die Standorte der untersuchten Firmen meist im Alpenvorland, was für ein Europa-Zentrallager ungünstig sei. Eine Umstrukturierung der Standorte könnte laut Schwemmer in vielen Fällen eine interessante Alternative sein: „Durch eine zentrale Lage könnten die Cut-Off-Zeiten verbessert werden und Händler – oder Endkunden – könnten länger bestellen. Lager, in denen auch andere Unternehmen mit anderen Tälern und Spitzen Produkte umschlagen, haben tendenziell eine höhere Produktivität.“
Die Studie mit dem Titel „Logistik im Outdoor-Fashion Markt. Herausforderungen und Potenziale der Supply Chain“ umfasst 68 Seiten. In den insgesamt sieben Kapiteln analysieren die Autoren zunächst den Markt der Outdoor-Bekleidungsindustrie in Deutschland und Europa, bevor sie die Logistikstrukturen untersuchen und ein logistisches Anforderungsprofil der Branche erheben. Die folgenden Kapitel betrachten unter anderem die Optimierungspotenziale durch Outsourcing weiterer Logistikleistungen und beleuchten Trends und Entwicklungstendenzen der Branche.
Die Studie ist als gedrucktes Buch für 39,90 Euro hier zu bestellen. Journalisten können bei der Loxxess-Pressestelle Rezensionsexemplare der Studie als PDF-Datei erhalten.
Über LOXXESS
Die LOXXESS AG hat sich auf komplexe Outsourcing-Projekte in der
Industrie- und Handelslogistik spezialisiert. Für die Kunden
unterschiedlichster Branchen werden auf Basis individueller Konzepte
maßgeschneiderte Logistik- und Fulfillmentlösungen entwickelt und
umgesetzt. Als Logistikspezialist optimiert LOXXESS für seine Kunden
nicht nur Beschaffung und Warenverteilung, sondern bietet Mehrwerte in
den Bereichen Customer Service, Produktveredelung, Debitorenservice und
e-Business. Die LOXXESS AG hat ihren Hauptsitz am Tegernsee, beschäftigt
etwa 1.600 Mitarbeiter, verfügt über 28 Logistik-Standorte in
Deutschland, Tschechien und Polen und bewirtschaftet 600.000 qm
Lagerfläche.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Christina Amberger, Mitglied der Geschäftsleitung LOXXESS AG
Tel.: +49 (0) 89-255 47 6 10
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